Biotonne: Mini-Container, aber große Wirkung

Die Biotonne ist so unauffällig, dass sie leicht übersehen werden kann. Trotzdem weist es einen erstaunlichen Kreislauf auf. Küchenabfälle, die gestern noch in der Pfanne waren, können am nächsten Tag bereits als Kompost oder zur Energiegewinnung verwendet werden. Bei korrekter Anwendung tragen sie dazu bei, Platz im Restmüll zu sparen und der Umwelt sowie der Stadt zu helfen. frag-mike.info

Das Problem fängt jedoch oft schon in der Küche an. Was macht man mit dem feuchten Salatrest oder der zur Hälfte gegessenen Banane? Für viele sind Plastiktüten die bevorzugte Option, da es einfacher zu sein scheint. Plastik gehört hier nicht hin, selbst wenn es als „kompostierbar“ angepriesen wird. Diese Tüten sind in den Anlagen wie ein ungebetener Gast. Papiertüten oder Zeitungspapier sind vorzuziehen, da sie die Reste aufnehmen und Gerüche reduzieren.

Wenn wir über Gerüche reden: Im Sommer stellt die Biotonne oft eine echte Herausforderung dar. Es ist nicht gewollt, dass der Müllabfuhrgeruch bereits drei Straßen weiter wahrnehmbar ist. Ein einfacher Kniff: Decken Sie die Abfälle immer mit einer Schicht Papier oder Rasenschnitt ab. Kaffeesatz ist auch ein erstaunliches Wunderwerkzeug, da er Feuchtigkeit speichert und Gerüche beseitigt. Es ist schon ein großer Fortschritt, die Tonne nicht in die pralle Sonne zu stellen.

Ein weiteres Thema betrifft „falschen Inhalt“. Es ist besser, gekochte Speisen sowie Fleisch- oder Fischreste nicht hineinzugeben. Sie ziehen Tiere an und verschlechtern die Qualität des Komposts. Sie sind perfekt gegenüber. Schalen, Obst, Gemüse, Teebeutel und Kaffeesatz – all diese Dinge passen hervorragend zusammen. So bleibt die Verwertung sauber und effizient.

Was folgt danach? Biotonneninhalt wird in Kompostierungs- oder Vergärungsanlagen verarbeitet. Parks und Felder profitieren von dem wertvollen Kompost, der dort entsteht. Einige Anlagen erzeugen zusätzlich Biogas, das als Energie ins Netz eingespeist wird. Mit anderen Worten: Dein heutiger Apfelbutzen kann morgen als Quelle für Wärme oder Strom dienen.

Trotz dieser Vorteile wird die Biotonne von vielen Menschen eher stiefmütterlich behandelt. Sie wird nicht häufig genug geleert, wird falsch befüllt oder sogar gar nicht verwendet. Die Regeln sind einfach. Keine Plastikprodukte, Abfälle verdecken, regelmäßig verwenden. Das ist alles, was gebraucht wird.

Eine Biotonne dient also einem weit größeren Zweck als nur dem Sammeln von Speiseresten. Sie stellt ein Hilfsmittel zum Schonen von Ressourcen, zur Energiegewinnung und zum Optimieren der Abfalltrennung dar. Und das Beste daran: Jeder kann mit geringem Aufwand teilnehmen. Ein kleiner Handgriff in die richtige Tonne kann letztendlich einen großen Unterschied machen.